Vita von Hermann Neuhaus

 

13.08.1908                              geb. in Letmathe/Westfalen

1914 – 1922                           Besuch der Volksschule

1922 – 1930                           Ausbildung an der Städtischen Musikschule Lüdenscheid

                                               bei Musikdirektor W. Huhn

                                               Während dieser Zeit Privatstudium bei:

                                               Herrn A. Strödel in Hagen

                                               Herrn H. Müller in Mannheim

                                               Herrn O. Barth in Heidelberg

                                               Abschlussprüfung mit der Note Gut                            

Schon während des Studiums und danach war Hermann Neuhaus als Trompeter im Städtischen Orchester Lüdenscheid tätig.

 

01.05.1931 – 30.06.1931      Trompeter im Städt. Orchester Arnstadt

                                               Ltg.: Stadtkapellmeister H. Kaiser

01.05.1933 – 15.05.1936      1.Trompeter im Städt. Orchester Koblenz

                                               Ltg.: General-Musikdirektor Dr. G. Koslik

15.05.1936 – 30.11.1936      1. Trompeter im Berner Stadtorchester ( Schweiz)

                                               unter namhaften Dirigenten

01.12.1936 – 31.08.1939      1.Trompeter im Städt. Orchester Wuppertal

                                               unter namhaften Dirigenten

01.09.1939 – 31.08.1971      Mitglied im Gürzenich Orchester und  im Orchester der  Städt. Bühnen Köln

                                               in der Zeit von 1939 bis 1951 als 1.Trompeter

unter Leitung. von Herrn GMD Otto Ackermann

               Herrn GMD Karl Dammer

               Herrn GMD Richard Kraus

               Herrn GMD Eugen Papst

               Herrn GMD Josef Rosenstock

               Herrn GMD Wolfgang Sawallisch

               Herrn GMD Professor Günther Wand

 

Nach seiner Berufung zum Städt. Kammermusiker 1947 war er auch als Dozent an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln bis 1951 tätig. Aus den Erfahrungen mit seinen Musikhochschülern verfasste Hermann Neuhaus 5 Bände Orchesterstudien über Verdi-Opern und verschiedenen Sinfonische- und Bühnenwerke.

 

Hermann Neuhaus war ein sehr gefragter Musiker. Die verschiedensten Orchester holten ihn immer wieder zur Aushilfe so u. a. die Städt. Orchester in Aachen, Bonn, Düsseldorf, und Koblenz. Auch beim Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks war er ein immer gefragter Gast-Trompeter. Aus seiner ersten Zeit vor dem Krieg hatte er noch Verbindungen in die Schweiz was ihm immer wieder Einladungen nach Montreux brachte.

 

Viel Talent hatte er auch für die musikalische Arbeit mit Jugendlichen; daher folgte er gerne einem Ruf als Trompetenlehrer an die Städtische Jugendmusikschule Leverkusen unter Leitung von Direktor Herrn Dr. Eberhard Verdin. Aus den Erfahrungen mit den jungen Schülern verfasste Hermann Neuhaus mit Unterstützung seines Sohnes Klaus-Michael Neuhaus, eine ausführliche Trompetenschule sowie einige Vorspielstücke für den "Jungen Trompeter".

 

Aus Liebe zur Musik übernahm er für lange Jahre ehrenamtlich die Dirigentenstelle bei der MC-Kapelle Köln-Niehl.

 

Als er 1955 Verbindungen zu Jagdhorngruppen bekam dauerte es nicht lange und er wurde als musikalischer Berater und Ausbilder gewonnen. Sein daraus folgende enge Verbindung mit Jagd und Jägern veranlasste ihn nach bestandener Jägerprüfung selbst jagdlich aktiv zu werden.

 

Hermann Neuhaus schuf in Schrift und Ton eine beachtliche Anzahl anspruchsvoller jagdmusikalischer Werke für Jagdhornbläser, die seit langem im In- und Ausland zu deren ständigem Repertoire gehören.

 

In Verbindung mit Überarbeitungen, musikpädagogischen Veröffentlichungen und Tätigkeiten sowie der Entwicklung des Parforcehorns mit Wechselventil zusammen mit Herrn Meinl schloss er eine bis dahin fühlbare Lücke.

 

Hermann Neuhaus starb am 22. Dezember 1980

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